Router
Beschreibung
Ein Router ist ein Verbindungselement zwischen
unterschiedlichen Subnetzen eines großen Netzwerks oder
zwischen verschiedenen Netzwerken, das für seinen Bereich die
optimalen Leitungswege für die weiterzuleitenden Datenpakete
anhand der Quell- und der Ziel-IP der Pakete ermittelt.
Router sind nötig, damit Pakete Subnetz- und Netzgrenzen
überschreiten können und mit beiden Netzen, zwischen
denen sie routen, verbunden.
Funktionsweise
Die Rechner eines Subnetzes oder Netzes (z.b. ein
LAN) senden alle Pakete, die an Rechner ausserhalb ihres
Netzwerksegmentes gerichtet sind, an den passenden Router. Meistens
gibt es nur einen Router pro Subnetz, der dann auch als
Standardgateway bezeichnet wird. Gibt es mehrere Router zu
verschiedenen (Teil-)Netzen, so muss den Rechnern mitgeteil werden,
welchen Router sie für welche Zieladressen verwenden sollen.
Der entsprechende Router leitet das empfangene Paket entweder
direkt an den Zielhost weiter, oder zuerst an einen anderen
Router.
Um die beste Route zum Zielrechner ermitteln zu können,
tauschen Router Informationen über Leitungswege über das
RIP (routing information protocol) untereinander aus und speichern
diese.
Router sind sehr flexibel einsetzbar, da sie auf OSI Level 3
(network layer) arbeiten und folglich unabhängig von der
Netzwerkhardware sind. Sie können mit Netzwerkkarten
beliebiger Architekturen ausgestattet werden und ermöglichen
dadurch die Koppelung diverser Netzwerktypen.
Varianten
Router können entweder standalone-Lösungen (auch als Hardware-Router bekannt) sein, oder ein Rechner, der einen routing-Dienst wie routed ausführt (sogenannte Software-Router). Da ein Router, wie oben erwähnt, mit beiden Netzen verbunden sein muss, benötigt ein als Software-Router agierender Rechner folglich mindestens 2 Netzwerkkarten.
Beispiel
Seien R1 und R2 Router, RX-I und RX-II jeweils ihre
Netzwerkadapter :

Möchte nun der im Subnetz B befindliche Rechner
'foo.local.net' (192.168.1.24) eine Anfrage an den Webserver
'www.bar.org' (209.100.212.42) senden, so erkennt er anhand der
IP-Adresse des Rechners, dass dieser sich ausserhalb des Subnetzes
B befindet und er ihn daher nicht direkt erreichen kann.
Folglich sendet er das Paket an seinen Standardgateway R2
(192.168.1.1). Dieser ist für ihn über R2-II direkt
erreichbar und erkennt an der Zieladresse des Pakets, dass es
für keinen der Rechner in den Subnetzen bestimmt ist, and die
er angeschlossen ist. Er leitet das Paket daher weiter an den
Router R1, dieser schickt das Paket zu einem weiteren Router im
Internet. Dieser Vorgang kann sich noch mehrere Male wiederholen,
bis das Paket von 'foo' bei 'bar' angekommen ist.