Lernzettel Kommunikationstechnik 01/2004 ======================================== I - ISDN ========= Abkürzungen und Fachbegriffe ----------------------------- ISDN : Integrated Services Digital Network EuroISDN : europaweit genormte ISDN-Technik, Einsatz in Verbund von 21 Staaten Basisanschluss : S0-Schnittstelle, die 2 B-Kanäle und 1 D-Kanal zur Verfügung stellt Mehrgeräteanschl. : Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung; Vermittlungsstelle <---> bis 8 Endgeräte an NTBA Anlagenanschluss : Punkt-zu-Punkt-Verbindung; Vermittlungsstelle <---> Telefonanlage(TA) B-Kanal : Nutzkanal, 64kBit/s Bandbreite D-Kanak : Steuerkanal, 16kBit/s Bandbreite MSN : Multiple Subscriber Number, Mehrfachrufnummer (Std. 3, Max. 10) DSS1 (EDDS1) : D-Kanal-Protokoll bei EuroISDN ITR6 : altes dt. D-Kanal-Protokoll, seit 1999 nicht mehr unterstützt NTBA : Network Termination for Basic Access TAE : TelekommunikationsAnschlussEinheit (Anschl.: 2xF(ernmeldegerät), 1x N(ichtF)) IAE : ISDN-Anschluss-Einheit (telekom-Version der UAE, andere Leitungsbeschriftung) UAE : universelle Anschluss-Einheit (Industriestandard) a/b-Port : analoge Schnittstelle an einer Telefonanlage ISDN-PC-Adapter : ISDN-Karte, aktiv (eigener Soeicher+Prozessor) oder passiv ISDN-Endgerät : z.B. Telefon, aktiv(eigene Stromversorgung) oder passiv (über S0-Bus) RJ45-Stecker : Netzwerkstecker MFV : Mehrfrequenzwahlverfahren I-Y(Sty) 4x2x0,6 : Kabelbezeichnung -> I = inhouse; Y=PVC-Ummantelung; 4x2= 4 Doppeladern; 0,6 = Durchmesser(mm) CAPI : Common ISDN Application Interface <-|-> Aufbau | ------ | +----+ +-----+ +---------...--------+ =|==|= |NTBA| | | | Telekom oder Arcor | |..| ___4____S0| |UK0______2_____|TAE |______2_____| DIVO / OVsT |___... Telefon | | | | | | +----+ +-----+ +---------...--------+ | | <-|-> ISDN-Basisanschluss - Die S0-Schnittstelle ------------------------------------------ 2x B-Kanal (Nutzkanal) 2x 64 kBit/s D-Kanal (Steuerkanal) 16 kBit/s _________________________________ netto 144 kBit/s SyncSignale(Steuerung) 48 kBit/s _________________________________ brutto 192 kBit/s Typen von ISDN-Basisanschlüssen ------------------------------- 1. Mehrgeräteanschluss (Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung) DIVO---NTBA------+----+----+ EG EG EG 2. Anlagenanschluss (Punkt-zu-Punkt-Verbindung) DIVO--NTBA----ISDNTelefonanlage Primärer Multiplex-Anschluss ----------------------------- 30x B-Kanal 30x 64 kBit/s 2x D-Kanal 2x 64 kBit/s ____________________________ netto 2048 kBit/s Beispielaufgabe : Wie lange dauert es, 586 kByte über 2 D-Kanäle zu übertragen? -------------------------------------------------------------------------------- 1) 568 Byte x 8 = 4688 Bit 2) 4688 Bit x 1024 = 4.800.512 Bit 3) 1 Rahmen entspricht 32 Bit => 4.800.512 : 32 = 150.016 Rahmen 4) pro Rahmen 250 Mikrosekunden => 150.016 x 250ms = 37.504.000 ms =~37 Sekunden Dienstmerkmale digitaler ISDN-Endgeräte --------------------------------------- MSN - multiple subscriber number (Unterstützung mehrerer Rufnummern) CLIP - calling line identification presentation, Rufnummerübermittlung CLIR - calling line identification restriction, Rufnummerunterdrückung TP - terminal portability, Umstecken am Bus (während des Telefonats) CW - call waiting, Anklopfen HOLD - Anruf halten 3PTY - Dreierkonferenz AOC - Gebührenanzeige CUG - closed user group, geschlossene Benutzergruppe MCID - identifizieren böswilliger Anrufer (Antrag bei Vermittlungsstelle) DDI - direkte Durchwahl II - Client/Server Syteme ========================= Typen von Servern : ------------------- Anwendungen -Terminalserver -Datenbankserver -Applikationserver Dienste -Mailserver Fileserver -Faxserver DNS-Server -Printserver DHCP-Server -Webserver NFS-Server -Proxyserver NTP-Server -RAS-Server FTP-Server Backup ------ Typen : Vollbackup : Sicherung der gesamten Daten inkrementelles Backup : kopiert alle Dateien, bei denen das ArchivBit gesetzt ist und setzt dieses anschliessend zurück differentielles Backup : kopiert alle Dateien, bei denen das ArchivBit gesetzt ist und setzt dieses anschliessend NICHT zurück Erläuterung zum Unterschied differentiell <-> inkrementell ---------------------------------------------------------- MO: ##### # = inkrementell ***** * = differentiell DI: ##### ********** MI: ##### *************** DO: ##### ******************** FR: ##### ************************* Das Grossvater-Vater-Sohn (GVS) Prinzip --------------------------------------- -benötigt 21 Bänder (wenn 1 Vollbackup auf 1 Band passt) -Namen/Prinzip: Grossvater : Januar - Dezember Vollbackup (12) Vater : Freitag 1-5 d. Mon. Vollbackup (5) Sohn : Montag - Donnerstag diff./inkr. (4) _______________________________________________________________ 21 Redundanz und RAID ------------------ hot-plug-fähige Komponenten von Servern: -NICs -Netzteile -Lüftermodule -CPU-Module -Festplatten RAID (redundant array of independent/inexpensive disks) - Varianten ------------------------------------------------------------------- Hardware : Hardware-RIAD-Controller, Eigenschaften : -interne Speichergrösse -Typ (z-B. SCSI3 : 320 MByte/s) -Anzahl der Schnittstellen Software : RAID-Software, die Bestandteil des Betriebssystems ist (Nachteil : kein Zugriff bei Zerstörung des OS) RAID-Level ---------- RAID0 : striping Verteilung der Daten auf 2 Festplatten -> erhöhte Performance r+w und gute Speichernutzung, jedoch geringe Datensicherheit Einsatzgebiete : tempöräre Verzeichnisse, Auslagerungsdateien RAID1 : mirroring (Platten an 1 RC-Kanal) / duplexing (Mehrkanal-RC) redundantes Speichern auf den beteiligten Platten -> gute Datensicherheit, jedoch nur die Hälfte des physisch vorhandenen Plattenplatzes verfügbar gute Performance l RAID5 : striping with parity mind.3 Platten, striping und Errechnen von Paritätsbits, aus denen bei Plattenverlust Daten der defekten Platte rekonstruiert werden können; parity bits auf verschiedenen Platten ->Ausfallsicherheit und eine einigermassen günstige Nutzung des physischen Speicherplatzes USV --- -offline USV : filtert kleine Schwankungen, Stromspitzen und Spannungswellen aus der Stromversorgung; Batterie wir bei Bedarf geladen (wenn sie nicht voll ist). Bei Stromausfall wird ein Schalter aktiviert und Strom wird durch die Batterie der USV bereitgestellt. -line interactive usv : kombiniert Vorteile von off- und online-USV. Normaler Strom durchläuft den Spannungsfilter, dann den Inverter. Dieser lädt die Batterie konstant auf und Teile sind konstant online, so dass er im Fall eines Stromausfalls als Batterieersatz dienen kann. -online USV : Strom läuft die gesamte Zeit durch die USV, dadurch kein kurzzeitiger Strom- ausfall bis zum Anlauf der Versorgung durch die Batterie SAN <> NAS ----------- SAN - storage area network : über fibre optical cable verbundene Festplattenarrays NAS - network area storage : eigenes System (z.B. Linux) als Storage (~Fileserver)