Lernzettel Politik (oder: 'Was Behnke wissen will') =================================================== I – Der Fall Hohmann ==================== -CDU-Bundestagsabgeordneter Hohmann hält Rede in Fulda -Bezeichnung der Juden als Tätervolk in Bezug auf bolschewistische Revolution in Russland -Aussagen werden als Versuch der Relativierung der Verbrechen der Nationalsozialisten während des 2. WK aufgefasst ->grooosse Diskussion & Empöhrung in der Öffentlichkeit ->Ausschluss Hohmanns aus CDU auf Bundes- und Landesebene II - Exkurs : NS-Weltanschauung und Rassenpolitik ================================================= Weltanschauung : -Führerprinzip auf allen Ebenen -Rassegedanke (höherwertige Arier <> Untermenschen) -Lebensraumtheorie (mehr Land -> mehr Macht, "Lebensraum im Osten...") -Kampf als Lebensprinzip Rassenpolitik : -Reinigung des Volkskörpers; Euthanasie -Vertreibung und Vernichtung der Juden -"Aktionen" gegen minderw. Fremdvölker im Osten -Aufnordung Deutschlands u. der eroberten Gebiete Besonderheit : -Führung eines Vernichtungskrieges (nicht 'nur' Eroberungskrieges) -industrialisierter Völkermord III - Arbeitsgerichtsbarkeit ============================ Aufbau : 1. Instanz 2. Instanz 3. Instanz ----------------------------+--------------------------------+------------------------------------------------- Kreis | Land | Bund 1 Richter | 1 Richter | 1 Berufsrichter (Vorsitz) + 2 Bundesarbeitsrichter 2 ehrenamtl. Arbeitsrichter | 2 ehrenamtl. LandesA.-Richter | 2 ehrenamtl. BundesA.Richter // (je einer AN, AG) 1 Monat Berufungsfrist | 1 M. Beruf.+Begründungsfrist | i.A. keine Rechtsmittel möglich kein Anwaltszwang | Anwaltszwang | Anwaltszwang Zuständigkeit : Das Berufsverhältnis betreffende Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber(AG) und Arbeitnehmer(AN) sowie Arbeitgeber und Betriebsrat(BR), AG und Gewerkschaft, Azubi und AG ||Berufung : Neuverhandlung des Falls auf nächster Instanz ||Revision : Kontrolle des formellen Ablaufs des Gerichtsverfahrens || Beschlussverfahren : Verpflichtung des Gerichts zur Nachforschung auf Amtswegen, kostenfrei || Urteilsverfahren : Urteilsfindung auf Grundlage von Beweisen, die von Konfliktparteien vorzulegen sind, Kosten d. Verfahrens trägt unterlegene Partei IV - Mitbestimmung in der Wirtschaft ==================================== Arten von Mitbestimmung ----------------------- || Mitbestimmung : Teilhabe an Verfügungsgewalt (Herrschaft); Kennzeichen jedes demokratischen Staates Ebenen der Mitbestimmung : -Arbeitsplatz (Anhörung, Beurteilung, Personalakte) -Betrieb (wahl d. BR) -Unternehmen -überbetrieblich (Gewerkschaft) Der Betriebsrat --------------- Zusammensetzung: -Anzahl d. Mitglieder hängt von ANzahl wahlberechtigter AN ab Rechte des Betriebsrates (BR) : -Information (informieren der AN über Beschlüsse, Änderungen etc) -Mitsprache (Vorschläge unterbreiten & Diskussion führen, diese müssen NICHT berücksichtigt werden) -Mitbestimmung (Teilhabe an Entscheidungen, Vetorechte etc ->Einigungspflicht) Aufgaben des Betriebsrates : -Überwachung der Einhaltung von Rechtsnormen und arbeitsrechtl. Grundsätzen zugunsten von AN (Kündigungsschutzgesetz, Mutterschutzgesetz, Betriebsverfassungsgesetz,...) -Beantragung von Maßnahmen, die BEtrieb und der Belegschaft dienen (Anregung zu besseren Arbeitsmethoden, Beseitigung vermeidbarer Erschwernisse,...) -Entgegennahme von Anregungen der AN und Jugendvertretung(JV) -Eingliederung schutzbedürftiger Personen (Schwerbehinderte) -Zusammenarbeit mit Jugend- / Auszubildendenvertretung -Förderung der Beschäftigung älterer AN -Eingliederung ausländischer AN V - Sparmassnahmen in Hessen (oder : Was geht mit Koch?) ======================================================== -1030 Millionen Euro Loch im hessischen Haushalt soll gestopft werden Massnahmen : -Beamtengehalt : Urlaubs- und Weihnachtsgeld ~50% kürzen -Vermögensverkauf -Subventions- und Leistungskürzungen -Investitionskürzungen -Zusammenlegung / Streichung von Forstämtern, Gerichten, Revierförstereien,... -Sachkosten -Arbeitszeitverlängerung für Beamte => Stellenabbau durch Fluktuation, "Produktivitätsgewinn" -"Zusammenlegung" der Unikliniken Marburg und Gießen Kritikpunkte : -Erhöhung der Arbeitslosogkeit durch massiven Stellenabbau -Investitionskürzungen schwächen die Wirtschaft -Bildungsqualität sinkt durch immer ältere Lehrer & Mehrbelastungen VI – Kündigung und Kündigungsschutz ============================== Arten von Kündigungen --------------------------------- -Ordentliche Kündigung: Nach vertraglich geregelter Laufzeit -Außerordentliche Kündigung: Nach Arbeitvertragsverletzungen, fristlos -Änderungskündigung: Neue Arbeitsstelle / Typ -Arbeitnehmerkündigung: Ordentlich -> ohne Grund; Ausserord. -> trift. Grund Kündigungsgründe -------------------------- -Verhaltensbedingte Kündigung: Kalle in den Sack gekniffen -Personenbedingte Kündigung: z.B. Langzeitkrankheit -Betriebsbedingte Kündigung: Weggekürzt || Kündigungsschutz: Interessenausgleich von AN und AG zur Konsensfindung. Kündigungsschutzgesetz ------------------------------------ -Allgemeiner Kündigungsschutz: Betrifft AN die seit min. 6 Mon. im Betr. sind. -Anhörungspflicht des BR: If BR then BR->Labern else Kündigung kacke -Die Kündigungsschutzklage: Innerhalb 3 Wochen kann der AN bei ungerechtfert. Künd. beim AGericht ausheulen -Der Kündigungsschutzprozess -Besonderer Kündigungsschutz: Gilt für Azubis, Mütter, Schwangere, Zivis, Bundis, JAV- und BR-Mitgl.,